1961 Landesverteidigung 3 S.

„Heiß umfehdet, wild umstritten…”
Gedanken zum Thema Landesverteidigung Dez. 1961

… Ich gelobe, mein Vater tand, die Republik Österreick und sein Volk zu schützen, seine Grenzen verteidigen, und wann und wo es nötig ist, mit der Waffe dafür einzutreten….”
Leicht früsteind stehen die Jung-männer aut dem weiten Viereck des Kasernenhofs. Gegen einen herbat-lich blassen Morgenhimmel hebt sich der weiße Mast mit dem rod-weißroten Tuch: Tag der Fahne feierliche Angelobung der 2. Oktober 1961 zum Präsenzdienst eingerückten jungen Österreicher. Ein Hornsignal und das Kommando Ehrenkompanie und Jungmänner habt acht schreckt sie aus ihren Gedanken. Sie sind im Begriff, einem Staat die Treue au geloben, der sich zum zweitenmal in diesem Jahrhundert von einem scheinbar tödlichen Schlag erholt hat und nun vor der Aufgabe steht, sein nach innen gefestigtes Haus auch nach auflen zu sichern. Wie schon mehr-mals in seiner Geschichte ist Öster reich, das Herzland des Erdteils, wieder geistiges und politisches Grenaland geworden. 

Fortsetzung von Belta
und gesprochene Unfehlbarkeit Oberhoheit bestätigt hatte, ous drücklich gelobt. Welter kann man anführen, daß der Papst der Kirche nicht werden gegenübergestellt kann, sondern, dall er, wenn er ex cathedra spricht, als Mund der unfehlbaren und wahren Kirche Christi spricht. Falt man den Primat so auf und das allein ist die richtige Auffassung, so ist er auch für die Orthodoxen annehm bar. Wir sehen also aus diesen Vor trägen, daß die Gegensätze zwischen der Orthodoxen und der katholischen Kirche wohl zu überbrücken sind; aber vorerst müssen Berge von Vor urteilen beseitigt werden und es mull das Unwesentliche hüben und drüben abgebaut werden, um dem Wesentlichen freie Bahn zu schatten. Dies kann nur durch Verständnis und christliche Liebe geschehen. Unter den Laien der Kirche haben wir CVer die besondere Verpflich tung, im Andersgläubigen nicht den Häretiker, sondern den Bruder tu sehen; lautet doch unser Wahl: spruch: In necessaritis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas; in wesentlichen Dingen Einheit, in unwesentlichen völlige Freiheit, in allem aber die Liebe! 

Ist es für dieses kleine Land über-haupt notwendig und sinnvoll, ein Heer nufzustellen, das selbst bes größten Anstrengungen im Vergleich zu den Armeen der Großmächte zur Bedeutungslosigkeit verurteilt scheint?

Die im Bundesverfassungsgesete vom 26. Oktober 1955 erklärte immerwährende Neutralität unseres Landes begründet für die Republik Österreich bekanntlich sowabl Rechte als auch Prlichten. Da die Durchsetzung von völkerrechtlichen Ansprüchen bis zur Errichtung eines funktionsfähigen Entschei dungsorgans mit Zwangszuständig keit für alle internationalen Streit-fälle letztlich bei den Staaten selbat liegt, setzt der Rechtsanspruch eines neutralen Staates auf Achtung seiner Gebietshoheit den Willen und die Fähigkeit dieses Staates voraus, Bedrohungen seiner Gebietshoheit wirksam entgegenzutreten. Somit er giht sich bereits aus rein recht-lichen Überlegungen für Österreich die Notwendigkeit, geeignete Ver teidigungsstreitkräfte zu unterhal-ten. Dies um so mehr, als die öster reichische Neutralität von keiner Großmacht garantiert wurde.

Geopolitisch gesehen, bilden die Paß- und Durchzugsländer Oster-reich und Schweiz einen neutralen Riegel, der sich mit drel Vierteln seiner Länge zwischen, die beiden NATO-Partner Westdeutschland und Italien schiebt, während sein üst-licher Teil die Warschaupaktstaaten CSSR und Ungarn vom national-kommunistischen Jugoslawien trennt. Ein Blick auf die Landkarte zeigt, daß im Falle eines Ost-West-Kon-flikts im mitteleuropäischen Raum die militärische Stärke der neu tralen Staaten von entscheidender Bedeutung sein mull: Einerseits würden diese durch einen wirk-samen Grenzachutz die Blockmächte zwingen, ihre Kräfte zu teilen und nördlich oder südlich des neutralen Gebietes einzusetzen; anderseits würden etwaige Flankenstöße über Österreichischen Raum hinweg, ver-hindert. Das Fehlen eines, wirk samen Grenzschutzes, also das Be stehen eines militärischen Vakuums, würde zu gegenteiligen Operationen. geradezu herausfordern. Grundsätz lich bestehen folgende Denkmöglich keiten für die Verwicklung Oster-reichs in einern bewaffneten Kon-likt:

Der direkte Angriff durch eine Mächtegruppe wäre naturgemäß die schwerste Bedrohung unserer Hei-mat. Ein Angriff durch einen Nach-barstaat könnte auf dessen eigene Initiative oder in Ausübung einer Stellvertretertätigkeit erfolgen. Wei-ter wäre das Übergreifen eines Krieges auf unser Staatsgebiet so-wie ein Angriff auf die Staatsfüh-rung von innen möglich. Der letzt genannte Fall darf im Hinblick auf die Krisenanfälligkeit der modernen Wirtschaft und die Subversivtätig-keit totalitärer Kräfte nie aus den Augen gelassen werden. Neben der Einbezichung Österreichs in ein ideologisches Machtsystem könnten auch die strategisch wichtigen Bodenschätze Erdöl und Magnesit, die Wasserkräfte sowie das öster reichische Industriepotential im all-gemeinen Anreiz für eine Beute-aktion sein. 

Wir sehen, daß eine ganze Reihe von Gründen für die Aufstellung wirksamer Verteidigungsstreitkräfte spricht. Dazu treten die im § 3 des Wehrgesetzes genannten Einsatz-möglichkeiten die Unterstützung der zivilen Behörden in Kata-strophenfällen und bei der Auf-rechterhaltung der Ruhe und Ord-nung im Inneren, abgesehen von der trotz mancher gegenteiliger Be-hauptungen bestehenden Erzie hungsfunktion des Bundesheeres.

Möglichkeiten der Landesverteidigung

Der Gedanke der feierlich er-klärten Neutralität allein kann einen geschlossenen Abwehrwillen after Osterreicher gegen etwaige Angriffe auf die Republik nicht erzeugen. Auch der wirtschaftliche Wohlstand, der sich in den letzten Jahren ein-gestellt hat, ja überhaupt die materiellen Werte, die im Ernstfall auf dem Spiel stehen, werden kaum die Rolle von Gütern annehmen, für die der einzelne bereit wäre, nötigenfalls sein Leben einzusetzen. Dazu bedarf es geistig-emotioneller Bindungen. Diese werden um so stärker sein, je größer das tatsäch liche Ausmaß persönlicher Freiheit, sozialer Gerechtigkeit und demo-kratischer Rechtsstaatlichkeit in unserem Land ist, und je tiefer, der einzelne in der spezifisch öster-reichischen Kulturtradition und Le bensform wurzelt. Diese Dinge gilt es demnach besonders zu pflegen. um die wesentlichste Grundlage einer wirksamen Landesverteidigung zu schaffen: ein gefestigtes öster-reichisches Staatsbewusstsein. Neben der Notwendigkeit, einem in der Bevölkerung lebenden Ver-teidigungswillen heranzubilden, muf den wirtschaftlichen Aspekten der Landesverteidigung gesteigertes Augenmerk geschenkt werden, wenn nicht alle bisherigen Ansätze im Sand verlaufen beziehungsweise zu einer einzigartigen Farce werden sollen. Österreich verwendet pro Einwohner etwa ein Fünftel des Be-trages, der in Schweden oder in der Schweiz für die Landesverteidigung aufgewendet wird. Da aber Auf-wendungen von weniger als fünf-zehn Prozent des Gesamtbudgets für diesen Zweck in jeder Hinsicht un-zureichend sind, steht Österreich, das knappe 4 Prozent vorsieht, vor folgender Alternative: Entweder es wird ein sinnvoller Auf-bau der Verteidigungskräfte durch entsprechende Aufstockung der Budgetmittel ermöglicht oder man zieht die Konsequenzen und löst Verteidigungsministerium und Bundesheer auf.

Der gelernte Osterreicher aller-dings wird gegen diese offenbar eindeutige ein-Schlußfolgerung wenden, daß im Hinblick auf das innenpolitische Gleichgewicht die Gesetze der Logik in diesem Fall nur beschränkte Geltung hätten und ein Fortwursteln schon ein Erfolg sei. Wie leicht aber könnte ein sol-ches Vorgehen zu einem Bumerang werden! Jedem vernünftig denken-den Österreicher, der seine Heimat. llebt, wird ihr Schutz am Herzen liegen. Dafür muß er aber auch zu Opfern bereit sein. Wer argumen-tiert, daß statt einer für den Ernst-fall genügenden Menge von Aus-rüstung und Bewaffnung inlän-discher Provenienz lieber jedem. Staatsbürger ein Fernsehgerät an-geschafft werden soll, vergißt, daß anderswo Millionen von Menschen ihr Gerät samt Programm gegen einen Bruchteil der in Österreich bestehenden Möglichkeit der freien Persönlichkeitsentfaltung würden. tauschen.-Zur Landesverteidigung gehör auch der Zivilschutz- lange Zei ein Aschenbrödel der österreichi. schen Innenpolitik. So unangenehm die Erinnerungen sein mögen, di dieses Thema wachruft, so gefähr lich wäre es, im Vertrauen au unsere militärische Neutralität da-hinzudämmern. Obwohl der Einsat von ABCR-Waffen auf österreichi-schem Territorium unwahrscheinlich ist, liegt es in der Natur dieser modernen Vernichtungsmittel, mi ihren verderblichen Wirkungen auch auf angrenzende Gebiete über-zugreifen. Eine genaue Aufklärung der Bevölkerung über die notwen-digen Gegenmaßnahmen, die Er-richtung von Warnsystemen und die Schaffung von Schutzräumen sind daher ein Gebot der Stunde.

Wenn wir die erwähnten Maß-nahmen dem Schutz des Vaterlan-des durch gut ausgerüstete und ge-schulte Abwehrstreitkräfte zur Seite stellen, zeigt sich, daß das Ver-teidigungspotential Österreichs nicht einmal so gering ist. Der natür-liche Hindernischarakter der alpinen Landschaft, deren offene Stellen durch entsprechende Anlagen befestigt werden müßten, bildet, in zweckmäßiger Kampfführung aus-genützt, eine genügende Grund-lage für eine erfolgreiche Verteidigung auch gegen einen über-mächtigen Gegner. Dies hat das Beispiel des finnischen Abwehrkampfes hinreichend bewiesen – ein Beispiel übrigens, das nicht nur seines augenblicklich erhöhten Aktualitätswertes wegen unsere besondere Aufmerksamkeit verdient. Überdies, wird ein um seinen Heimatboden kämpfendes Volk um so eher von seiten der Weltöffentlichkeit auf Unterstützung rechnen können, je stärker sein Selbstbehauptungswille ist. Allein die Störung des Zeitplans eines feindlichen An-griffs, der ja kaum mit voller Trup-penstärke geführt würde, könnte genügen, dem Gegner das Interesse an der versuchten Operation zu neh-men, Es soll hier keineswegs ein oberflächlicher Optimismus -ver-treten werden des Inhalts etwa, daß uns eh nix geschehn kann”, wohl aber jenen entgegnet werden, die der Verteidigung unseres Landes von vornherein keine Chance geben. Denn diese Ansicht wächst nicht nur auf dem Boden mangelnder Opferbereitschaft, sondern auch auf dem mangelnder Sachlichkeit.

Worin bestehen die psychologi-schen Gründe für die Ablehnung, mit der man häufig dem Thema der Landesverteidigung überhaupt und der allgemeinen Wehrpflicht im be-sonderen gegenübersteht? Eine Ur-sache der Abneigung gegen mili-tärische Dinge ist in dem in der Ver–gangenheit oft zwangsweise erfolg–ten Einsatz für falsche Ideale zu suchen. In Schutt und Asche des Kriegsendes mag mancher den Vor-satz gefaßt haben, sich nie wieder einem Kommandowort zu beugen noch eine Waffe anzurühren. Eine zweite Wurzel besteht in den Nar-ben, die die Niederwerfung des Re-publikanischen Schutzbundes im Jahre 1934 in den Herzen der öster-reichischen Sozialdemokraten zu-rückgelassen hat. Das Verbot jeder parteipolitischen Betätigung inner-halb des neuen Bundesheeres trägt dem Rechnung, soll doch dem Heer nicht nur der Schutz des gesamten Staates obliegen, sondern auch die Unterstützung der gesamten Bevölkerung zuteil werden.
Die beiden genannten Motive rei-chen aber für eine befriedigende Er-klärung der ablehnenden Haltung vieler Österreicher gegenüber der Landesverteidigung nicht aus. Ist es doch vor allem die Jugend, die sich wenig dafür interessiert. Sie teilt -vielfach die Meinung der älteren Generation, daß im Atomzeitalter alle Bemühungen, Österreich zu ver-teldigen, von Anfang an zum Schei-tern verurteilt sind. Dazu aber trift ein Motiv, das wenn auch nicht leicht nachweisbar die Haupt-rolle in der Opposition gegen das Bundesheer spielen dürfte: das „non serviam”, das „Nein” zum Dienst an der Gemeinschaft. Lieber verdienen als dienen”, lautet die Parole. Diese Einstellung leitet sich einerseits von einer krankhaft gesteigerten Gleichheitsidee ab: Wenn alle Staatsbürger gleichberechtigt sind, gehe es nicht an, dass der eine auch nur im entferntesten als des anderen Diener erscheine Davon zeugt das Aussterben” des Haushaltspersonals ebenso wie das Benehmen mancher Staatsbeamten (nicht: Staatsdiener!) Hinter diesem Gleichheitsfimmel” verbirgt sich der Egoismus, der in der Symbiose mit dem Mate-rialismus unserer Zeit – den Be-griff Opfer” als den Nulldurch-gang der menschlichen Produktivi-tätskurve definiert. Weil der Militär-dienst ein Opfer ist, eine Hingabe eigener Zeit und Leistungskraft für die Gemeinschaft ohne die markt-übliche Belohnung, ist er dem Teil-nehmer am großen rat race”, am Rennen aller gegen alle, vom Grund auf zuwider. Auf der anderen Seite läßt die durch, die sprunghafte Ent-wicklung der technischen Hilfs-mittel geförderte Bequemlichkeit manchem jungen Mann von heute das Militär, das trotz Motorisierung körperlichen Einsatz verlangt, als geradezu atavistische Einrichtung erscheinen. Hat er sich jedoch durch die Schinderei” durchgebissen, sich nicht unterkriegen lassen, wird ihm der erzieherische Wert so mancher Schikanen bewußt.

blemen der militärischen Lan-desverteidigung.


Es genügt nicht, auf unseren gro-Ben Bällen ein paar Offiziere und Soldaten des Bundesheeres als ge-sellschaftliches Aushängeschild her-umstolzieren zu lassen. Viel besser wäre es, ein oder zweimal im Semester einen Offizier zu bitten, einen Vortrag oder einen Arbeits-kreis über Fragen der Landesver-teidigung zu halten. Es soll auch durch eine gelegentliche Führung oder die Anwesenheit bei einer da-für freigegebenen Übung den Stu-dierenden Gelegenheit gegeben wer-den, sich persönlich über die prak-tische Seite der Landesverteidigung zu informieren. Dadurch müßte es möglich sein, den jungen Akademi-kern ein Grundwissen über die aus der militärischen Neutralität Öster-reichs entspringenden Fragen zu vermitteln, das dann in Studenten-schaft und Bevölkerung ausstrahlen kann. Wir müssen uns darüber im klaren sein, daß auch in diesen Dingen unser Beispiel zählt. Es geht nicht an, dafß wir uns auf der einen Seite zu einer vateriländischen Hal-tung bekennen und auf der anderen. jede Gelegenheit benützen, um uns über ein unter schweren Anfangs-schwierigkeiten leidendes, aber von einem gesunden Geist getragenes Konzept der Landesverteidigung. lustig zu machen. Wir haben viel-mehr erhöhte Verpflichtungen auf uns zu nehmen. In concreto be-deutet dies, daß wir etwa die Re-serve offiziersausbildung oder die freiwilligen Waffenübun-gen mitmachen sollen, wenn wir da-für entsprechend qualifiziert sind.

Es sei zum Schluß betont, daß damit weder einem krampfhaften Militarismus noch einem verstaub-ten Kantönligeist das Wort geredet. werden soll. Beides ist echt öster-reichischern Geist völlig fremd. Was wir tun müssen, liegt auf der Hand: Bescheiden, aber bestimmt unsere Rechte wahren, dem Vaterland die-nend, von dem Johann Gabriel Seidl sagt:
„Ich weiß nur eine Heimat, Weiß nur ein Österreich! Denn, was ich in der Fremde geschn, gefühlt, erkannt, Ist nur ein goldner Reifen Um deinen Diamant.”

ÖCV und Landesverteidigung

Die Beschäftigung mit Fragen der Landesverteidigung und des Bundes-heeres ist uns auf Grund des vater-ländischen Prinzips unserer Ver-bindungen aufgegeben. Dabei las sen sich zwei Hauptpunkte unter-scheiden:
1. Die Pflege des Österreich-
bewußtseins.
Das Wesen der Österreichischen Idee” soll in Verbindungs- und Ver-bandsarbeit in verstärktem Maß zur Diskussion gestellt werden. Aus-gehend von einer geographischen, geschichtlichen und staatskundlichen Betrachtung müssen die konkreten Aufgaben Österreichs in Raum und Zeit geklärt werden. Besonderes Augenmerk ist dabei auf die eigen-artige Doppelstellung Österreichs zu legen: Einerseits die Ausein-andersetzung mit dem immer wie-der aufflackernden großdeutschen Gedanken, anderseits die Pflege der Ostkontakte. Auf das politische -oder besser: ideologische -biet übertragen, wäre dies der sichere Kurs zwischen totalitären. Extremen rechten beziehungsweise linken Ursprungs. Es gibt genügend Literatur und Institutionen auf Gedenen Fuchsmajor und Bildungs-referent aufbauen könnten. Die ge schichtlichen Betrachtungen hätten sich vor allem mit einer genauen Analyse der Zeit seit dem Ende des ersten Weltkrieges zu befassen. Es wäre die Pflicht unserer Altherren-schaft, sich für Referate über die politischen Verhältnisse der Zeit 1918-1945 zur Verfügung zu stellen. und die Aktiven sowohl über die richtige als auch über die verfehlte Handlungsweise verantwortlicher Österreicher jener Zeit zu Informieren. Dabei darf allerdings nicht der Fehler gemacht werden, Dinge, die ein für allemal vorbes sind nach Art gewisser schwarz-gelber Nostalgien als Ausgangspunkte einer dynamischen Entwicklung zu benützen. Als Abrundung wäre die Pflege der österreichischen Literatur auch in zwangloser Form denkbar -warum sollte man nicht einmal statt einer Bierheber eine Weinheberkneipe schlagen? Fassen wir zusammen: Was not tut, ist Be-sinnung auf unser Wesen und Be-stimmung unseres Weges als Österreicher.